48. NGV-Karneval  - 26. Januar 2008

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vom 28.01.2008:

Narren feierten mit neuem Konzept
NGV-Karneval ging unter dem Motto »Oalles wird good« in die 48. Runde

sib Netphen. Nichts ist für die Ewigkeit, nichts bleibt, wie es einmal war. Dementsprechend hatte sich auch am Konzept der Karnevalsfeier des Netphener Gesangvereins 1861 (NGV) einiges geändert: Ohne Elferrat, dafür mit fröhlichem Fünfergestirn, ohne Einmarsch, dafür mit vielen bunten Programmpunkten, einem neuen Zeremonienmeister und mit neuem Ratspräsidenten ging der NGV-Karneval in der Georg-Heimann-Halle in seine 48. Runde.

Das fanden die einladenden Narren offenbar richtig prima, denn ihr Motto 2008 lautete »Oalles wird good«. Darauf deutete schon am Anfang beim Tanz der NGV-Funken in ihren adretten blau-weißen Kostümen alles hin. Danach war es Zeit für das erste »Netphen Helau« des Abends und der neue Präsident Gundolf Cargnino übte in der Folge mit den feierwilligen Gästen schon mal die Applausrakete. Selbst die ist anders geworden, denn sie hat neben den angestammten Stufen eins bis drei – als da sind Klatschen, Trampeln und Pfeifen – , noch eine vierte obendrauf bekommen, nämlich Aufstehen und »Das war Spitze!« rufen.

Dazu hatten die Närrinnen und Narren auch jede Menge Anlass. Zum Beispiel nach der Büttenrede von Dieter Bruch, der sich in diesem Jahr als »En Netpher Landwirt« präsentierte. Der hat natürlich die Zeichen der Zeit nicht mitbekommen und will sich erst mal ein Pfeifchen in der Halle anzünden. Das ging natürlich gar nicht und so bekamen das Nichtraucherschutzgesetz und seine Auswirkungen in der Stadt Netphen erst mal ihr Fett weg. Einige Neckereien und Schwiegermutter-Witze später war es an den »Köpfchenkickers« aus Siegen, den Saal mit stimmigen Schunkelhits zu beschallen und so kam es dann auch, dass die erste Polonaise durch den Saal defilierte. Viele weitere sollten folgen.

Live aus dem Seniorenstift »Find dein Glück« berichtete Silvia Schäfer als Büttenrednerin. Von Tücken und Fallstricke des Älterwerdens handelte ihre Rede und dabei hielt es sie nicht auf der Bühne, sondern sie bezog das Publikum mitten im Saal in ihre Show mit ein. Weiter macht die NGV-Tanzgruppe »Domino«, die in diesem Jahr ein inoffizielles Jubiläum feiern kann: Anno 1988 zeigte sie ihren ersten Funkentanz beim NGV und die Sängerschar ist stolz auf ihre muntere Tanzgruppe. Im weiteren Verlauf des Abends war sie noch einmal mit einem spanischen Tanz zu sehen.

Erstmals zu Gast beim närrischen NGV-Treiben war die Männertanzgruppe im TV Burbach-Holzhausen. Die gibt es immerhin schon seit 17 Jahren und aus dieser Zeit zeigten sie gesammelte Werke, ein tänzerisches »best of« sozusagen. Auch der Zillertaler Volkstanz der Herren aus dem südlichen Siegerland, bei dem einige als kernige Bayern-Burschen und die anderen als Mädels verkleidet waren, kam bei den Netphenern richtig gut an. Nach einer weiteren Schunkelrunde mit der bewährten Show-Band »The Peanuts« punktete Elke Späth mit ihren Büttenrede »Mensch, du wirst alt«, bei der sie die Verdrießlichkeiten des Menschen in den Jahren aufs Korn nahm. »Die Fünf Flops« aus Netphen bestritten den letzten Programmpunkt vor dem großen Finale mit allen Akteuren und machten mit ihrer markanten Mischung aus selbst getexteten Liedern, Flachsereien und unverwechselbarem Äußeren mal wieder einiges her.

Damit die Veranstaltung auch reibungslos ablief, gab es eine gut durchdachte Organisation. Die Programmgestaltung war ein närrisches Produkt des Vergnügungsausschusses unter Leitung von Dieter Zamponi. Fünferrats-Präsident Gundolf Cargnino wurde unterstützt von Tobias Siegert, Beate Vitt, Dorothée Spies und Klaus André. Als Zeremonienmeister trat Michael Witzmann auf. Ton und Beleuchtung regelten Alexander und Sebastian Schäfer. Um Theke und Küche kümmerte sich das Team vom Schützenverein »Zur Sandhelle« Brauersdorf. Käthe und Heinz Kämpfer, Marlies und Hans Hermann Kühn sowie Rodica Banc zogen ebenfalls erfolgreich mit an den organisatorischen Strippen.